Denkkreis "Lebens-Raum Stadt"
Die bauliche Gestaltung der Stadt schafft wesentliche Voraussetzungen dafür, dass diese nicht nur ihre ökonomischen Funktionen, sondern auch ihre nicht-ökonomischen Funktionen, wie die Gewährleistung von Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt, die Stiftung kultureller Identität, die Ermöglichung von Partizipation u.a.m. erfüllen kann. Deshalb könnten städtebauliche Maßnahmen zur Kompensation etwaiger materieller Verluste der Bevölkerung beitragen. Eine wichtige Rolle könnte dabei die Aufwertung des öffentlichen Raums als Erholungs-, Kultur- und Gemeinschaftsraum spielen. Der Denkkreis "Lebens-Raum Stadt", dem 10 Experten aus den Bereichen Architektur, Städtebau sowie Sozial- und Umweltwissenschaften angehören, wird klären, ob und gegebenenfalls in welcher Form dies möglich ist. Er wird gefördert von der

Leitfragen des Denkkreises
- Wie müssten Städte gebaut werden, damit Menschen sich wohl fühlen?
- Welche gelungenen historischen und/oder nicht-europäischen Beispiele bei der Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums gibt es?
- Welche nicht-materiellen Funktionen können vom privaten in den öffentlichen Raum verlagert werden?
- Welche gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen müssen für die Aufwertung des öffentlichen Raums erfüllt werden?
- Ist die Aufwertung des öffentlichen Raums angesichts fortschreitender Individualisierung überhaupt möglich? Wie kann eine Balance zwischen Einzel- und Gemeinwohlinteressen hergestellt werden?
